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Krankheiten der Zähne sind
beim Hund, ähnlich wie beim Menschen, zivilisationsbedingt. Er kaut an
dem, was man ihm vorsetzt. Und das ist beileibe nicht immer das, was ihm
gerecht wird.
Das Gebiss des Hundes ist das
eines Jägers. Dementsprechend kräftig und stabil ist es ausgebildet und
braucht immer wieder Beanspruchung, um fest und gesund zu bleiben.
Der heute übliche Trend zu
weichem Hundefutter in Dosen und in Wasser aufzuweichendem Trockenfutter
entspricht lange nicht dem ureigensten Bedürfnis des Reißens und Kauens.
Damit wird dem Hundegebiss
seine eigentliche Aufgabe entzogen, es zieht sich gekränkt zurück, und es
kommt zu Zahnfleischschwund und Zahnfleisch-Entzündung,
Parodontose.
Mit der Verweichlichung des
Futters fehlen die notwendigen Reibungsflächen, die Zähne verharmlosen zu
Attrappen und setzten Zahnstein an.
Der Aggressionsabbau verlegt
sein Tätigkeitsfeld nach innen und frisst den Zahn auf (Karies). Die
Anlage zu Zahnerkrankungen liegt in der individuellen Kostition begründet;
die oben erwähnten Faktoren untergraben diese und nagen an den Zähnen.
Die Parodontose umfasst ein
Entzündungsgeschehen, das sich im Bereich des Zahnfleisches, der
Zahntasche, der Wurzelhaut und des Zahnzementes abspielt.
Vornehmlich alte Hunde kleiner
und mittlerer Rassen, also solche, die mit besonders vielen und guten
Leckerbissen verwöhnt werden, sind davon betroffen. Im Zahnfach sammelt
sich mit der Zeit Eiter an, die Zähne lockern sich und fallen aus. Das
wirkt sich nicht nur auf das Kauvermögen des Tieres aus, sondern auch auf
dessen Selbstbewusstsein. Es verliert allmählich seine Waffen für den
"Lebenskampf". Entwaffnung macht unsicher.
Als Zahnstein definiert man
die Ablagerung von Kalksalzen aus dem Speichel an den Seitenfläche der
Zähne. Nicht nur ältere Hunde sind davon betroffen, wenn ständig zu
weiches Futter angeboten wird.
Die Zahnsteinbildung wird auch
aufgrund konstitutioneller Schwäche gefördert. Das Tier riecht penetrant
aus dem Mund, in hochgradigen Fällen, wo von einem Zahn kaum mehr etwas zu
sehen ist, setzt starker Speichelfluss ein.
Sind mehrer Zähne stark
befallen, leidet natürlich auch der Appetit und das gesamte Aussehen des
Tieres darunter. Wenn der Zahnstein ins Zahnfach vordringt, hebt er den
Zahn, meist unter Provozierung einer Parodontose, heraus, und weg ist er.
Weitere Komplikationen sind
Mund-schleimhaut- und Zahnfleischentzündungen.
Die Zahnkaries oder Zahnfäule
geht beim Hund von der Schmelzkappe aus und stellt einen von außen nach
innen fortschreitendem Zerfall der Zahnsubstanz dar. Betroffen sind
hauptsächlich die vorderen Backenzähne. über die Ursachen ist schon viel
diskutiert worden.
Ganz gewiss gibt es keine
bestimmten "Karieserreger", wohl aber "Förderer", wie
kohlenhydrat-überschüssiges Futter (Teigwaren, Zucker),
Belastung durch Erdstrahlen und Elektrostress, das permanente Einatmen von
Auto- und Industrieabgasen. Auch das Ozon gehört dazu.
Die Basis für den Prozess
bieten wieder einmalig die konstitutionelle Belastung und die eingangs
erwähnten Umstände inadäquater Hundehaltung. Vitamin- und
Mineralstoffmangel sowie eventuell überstandene Infektionskrankheiten tun
schließlich noch das ihre dazu.
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